Wanderungen im Naturpark - Troodos-Gebirge


Seit dem EU Beitritt hat Zypern viel in Sachen Naturschutz unternommen. So wurden Naturschutzgebiete eingerichtet, in denen ein vollständiger Schutz der teilweise seltenen Flora und Fauna gewährleistet werden soll, und es gibt Nationalparks, die Erholungsmöglichkeiten mit bestimmten Einschränkungen anbieten. Außerdem wurden Meeresschutzgebiete und Jagdschutzgebiete eingerichtet.

Zu den Naturparks gehört neben der Halbinsel Akamas auch der Nationalpark Athalassa südöstlich von Lefkosia/Nikosia. Er umfasst auf einer Fläche von 840 Hektar eine Reihe botanischer Gärten. 500 Arten von Bäumen und Pflanzen wachsen hier, darunter auch jene, welche von berühmten Persönlichkeiten gepflanzt wurden, die Zypern besuchten. Im Park gibt es einige Wanderwege und einen 16 Kilometer langen Radweg.


Auf Kap Greko ergibt sich eine imposante Aussicht. Der Nationalpark verfügt über botanische Lehrpfade. Festes Schuhwerk nicht vergessen!

Weitere Schutzgebiete sind der Aphroditefelsen, der Leopetri Wald, das Troodos-Gebirge und Pedagogoki Akadimia, um nur einige zu nennen.

Ein Projekt zum Schutz der heimischen Tierarten ist das “Lara-Projekt”. In der Bucht von Lara, einem der schönsten Strände Zyperns, befand sich schon immer die Brutstätte der Schildkröten. Sie wurden 1971 zur geschützten Art erklärt, als man befürchten musste, dass sie aussterben. Ebenso erging es den Mufflons, die wegen ihres wohlschmeckenden Fleisches sehr begehrt waren. Auch sie erhielten einen Artenschutz. Derzeit schätzt man, dass etwa 800 Tiere auf der Insel leben.

Der Troodos – Wandern im Gebirge von Zypern

Das Troodos- Gebirge, das weite Teile der Insel überzieht wird gern auch als “Schwarzwald Zyperns” bezeichnet. Daran sind wohl die schwarzen Pinien nicht ganz unschuldig, die hier wachsen. Die Briten liebten es als „grünes Herz“ Zyperns. Das Gebirge hat einen Durchmesser von ungefähr 60 Kilometern und erreicht eine Höhe von knapp 2.000 Metern, die man ihm allerdings nicht ansieht. Es ist eher ein hügeliges Bergland, das sich unbemerkt immer höher aufrichtet. Das Gebirge dominiert die ganze Westhälfte Zyperns.

Der höchste Berg ist mit 1.952 Metern der Olympus, ein beliebtes Ausflugsziel der Zyprioten. Gerade in den Sommermonaten Juli und August suchen sie Abkühlung vor der Hitze in den Ebenen. In den Wintermonaten gilt das Troodos-Gebirge als schneesicher. Pisten und Skilifte garantieren ungetrübtes Wintersportvergnügen.

Natürlich eignet sich das Gebiet ausgezeichnet für Wanderungen. Zwei berühmte Wanderwege sind der Artemis-Trail, der 7 Kilometer rund um den Olympus führt und der Atalante-Trail, ein gut ausgeschilderter Naturpfad. Wegen seiner Pflanzen- und Tiervielfalt wurde es zum Nationalpark erklärt. Wandert man entlang des Kaledonia-Trails, so folgt man einem beschaulichen Bachlauf vorbei an Erdbeerbäumen und Goldeichen. Von Paphos aus gelangt man durch wunderschöne Berglandschaften ins Tal der Zedern. Wer sie blühen sehen will, sollte Zypern im September oder Oktober besuchen.

Interessant und ein bisschen abenteuerlich ist die Wanderung zu den beiden Wasserfällen. Der eine ist wild romantisch, der andere fällt steil in die Tiefe. Morgens so gegen 10 Uhr bildet sich hier ein kleiner Regenbogen.

Bekannt ist das Gebirge außerdem für seine Klöster und die Scheunendachkirchen, die unter dem Schutz der UNESCO stehen. Kleine, abgelegene Dörfer bieten Einblicke auf das ursprüngliche Leben Zyperns. Die Menschen sind freundlich hier. Sie kennen das Wort “Fremder” nicht, für sie sind alle Nichteinheimischen Gäste.


 
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2 Antworten auf Wandern Troodos-Gebirge

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