Larnaca und Umgebung, Flughafen Airport


Ein bisschen hat Larnaca (früher: Kiton) noch immer etwas von einem Provinzstädtchen an sich, wenngleich es eine ganze Reihe an Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Auf der Uferpromenade brodelt das Leben. Die Prachtpromenade selbst ist schon sehr sehenswert. Zuerst kommt das Meer, danach der Strand, Oleanderbüsche und schließlich die Straße. Dahinter liegen die klassizistischen Kolonialgebäude mit Hotels und Restaurants. Die klare Strukturierung tut der Schönheit allerdings keinen Abbruch, sondern vermittelt den Eindruck einer heiteren Leichtigkeit.

Altstadt von Larnaca

Larnacas Altstadt ist quirlig, lebendig und trägt orientalische Züge. Mittelpunkt des Ortes ist die Kirche Agios Lazaros, die ihre Entstehung einem um 890 gefundenen Sarkophag mit der Aufschrift “Lazarus” verdankt. Sie bietet einige sehenswerte Ikonen, ist aber ansonsten eher mit negativen Attributen bedacht. Angeblich soll sie unschuldigen Kindern Unglück oder den frühen Tod bringen und auch eine Hochzeit soll unter keinem guten Stern stehen, was man angesichts des prächtigen Bauwerks gar nicht recht glauben mag.

In einer Oase aus Palmen, Oleander und Zitronenbäumen versteckt sich am Südufer des Salzsees, etwa 5 Kilometer von Larnaca entfernt, die Hala Sultan Tekke. Die Moschee betritt man durch ein großes Tor. Überlieferungen zu Folge soll hier eine Verwandte Mohammeds begraben sein, die ihren Mann auf seinen Feldzügen begleitete und sich das Genick brach, als sie vom Esel oder Maultier stürzte. Daraufhin wurde um 1816 der erste Teil der Moschee gebaut, in der die Dame begraben wurde. Der Name der Moschee ist eine türkische Übersetzung des Namens Umm Haram (hochgeachtete Mutter) und Tekke bedeutet soviel wie Grab oder Schrein.

Moschee und Salzee Nähe Larnaca


Die Moschee gilt heute neben Mekka und Medina als eine der bedeutendsten Stätten des Islam.
Auf dem nahen Salzsee sammeln sich im Frühjahr Tausende Flamingos, wenn sie auf ihrem Weg in den Süden eine Pause einlegen. Bis vor einigen Jahren galt die Siedlung Choirokitia als die älteste Steinzeitsiedlung auf Zypern. Mittlerweile hat sich ihre Zahl auf 17 erhöht. Es ist beeindruckend, wie komfortabel man in dieser Zeit lebte. Etwa um 7.000 v. Christi entstanden die runden Lehmziegelhäuser. Mehrere Gebäude sind am Fuße der Anlage nachgebildet.
Die Kultur verschwand um 5.200 v. Christi plötzlich wieder, der Ort wurde nach 1.5000 Jahren erneut besiedelt und schließlich um 3.500 v. Christi endgültig aufgegeben. Die Gründe dafür konnten bislang nicht aufgeklärt werden.

Unser Tipp: Wer Larnaca im Frühjahr besucht, nicht weit vom Flughafen und Airport, der kann unter Umständen am Salzsee Tausende von Flamingos beobachten, die sich auf ihre Wanderung eine kleine Pause gönnen


 
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