Lefkara


Im Süden des Troodos-Gebirges schmiegt sich das idyllische Bergdorf Lefkara an die Hänge. Berühmt geworden ist es in der ganzen Welt durch die begehrten “Lefkaritika”, die Flachstich- und Hohlsaumstickereien, die seit der venezianischen Zeit hier gefertigt werden. Einige von ihnen sollen sogar bis in den Mailänder Dom vorgedrungen sein. Kein geringerer als Leonarde da Vinci soll 1481 eine Altardecke für das Gotteshaus hier erstanden haben. Zu früheren Zeiten haben die Familien ihre Spitzen bis nach Europa und Vorderasien verkauft. In den Souvenirläden werden die Handarbeiten noch heute angeboten. Es empfiehlt sich allerdings, sich vorher über das Preisniveau zu informieren.

Lekara Strickerein

Neben den Stickereien stellen die Einheimischen auch Gold- und Silberschmuck her, eine ebenfalls von Touristen gern gekaufte Ware. Die Menschen in Lefkara sind freundlich und haben sich auf den Touristenstrom eingestellt. Teilweise geht es zu wie auf einem orientalischen Basar.

Der Ort selbst ist in ein Unter- und Oberdorf geteilt. Enge und saubere Gassen, Blumenschmuck vor den Häusern und unzählige kleine Geschäfte lassen Lefkara charmant und unwiderstehlich erscheinen und strahlen Wohlhabenheit aus.

Die Kirche, von deren Standort aus sich ein wunderschöner Blick aufs Meer und den Leuchtturm am Kap Kiton ergibt, ist nach italienischem Vorbild gebaut.

In die Welt einer wohlhabenden Familie um 1900 versetzt das kleine und liebevoll eingerichtete Patsalos-Museum. Originaleinrichtungen sowie eine Werkschau über Stickereitechniken geben Auskunft über die wertvolle Handarbeit.

Von Lefkara aus lassen sich kleine Wanderungen unternehmen, etwa bis zum 9 Kilometer entfernten Kloster Agios Minas, in dem die Nonnen mit Ikonenmalerei nach byzantinischem Vorbild ihren Lebensunterhalt bestreiten


 
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